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River Run 2009 (The Forks/Winnipeg/Canada)

Ein Bericht von Anika Gottschlich

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Anika Gottschlich
 
 

Anika Gottschlich27.08.2009 2nd Annual River Run Noch nicht mal einen Monat in Kanada machte meine Gastmutter Ruth alles möglich, dass ich bei dem Lauf in Winnipeg mitmachen konnte. Ich hatte mich bereits in Deutschland online für den Lauf angemeldet. Auch sonst unterscheidet sich die Organisation nicht großartig zu Deutschland. Das Startpaket konnte in einem Laufsportladen namens Running Room einige Tage vor dem Lauf oder direkt am Wettkampftag abgeholt werden. Startnummer, Sponsorenwerbung und ein paar River Run Laufsocken waren enthalten. Donnerstag 27. August 2009, mitten in der Woche fand der Wettkampf im Zentrum der Großstadt Winnipeg statt. Dennoch versammelten sich über 300 Läufer um an den 3, 5 oder 10km teilzunehmen.

Ich habe Lisa, eine der Veranstalterinnen gefragt, warum der Lauf nicht am Wochenende stattfindet. Dazu meinte Sie, die Kanadier verbringen ihre Wochenenden an den großen Seen in der Umgebung, weshalb zu geringe Starterzahlen zu Stande kämen. Am Startgelände angekommen wollte ich mich umziehen. Dafür stand nur eine öffentliche Toilette bereit. Na gut damit komm ich auch klar, dennoch wäre mir eine Sporthalle lieber gewesen. Vor allem zum Duschen nach dem Lauf. So musste ich halt in meinen Sportsachen heim fahren. Zur Motivation übernahm eine Fitnesstrainerin vor dem Start die Erwärmung. Ziemlich überrascht, dass wirklich fast alle Kanadier dabei mitmachten ließ ich mich von der Stimmung mitreißen. So habe auch ich die zahlreichen Steps zum Rhythmus von Popmusik mitgemacht.

Nicht ganz pünktlich ging es 18.30 Uhr los. Die Strecke verlief am Ufer der Flüsse Red River und Assiniboine River (Foto). Für die Kanadier ein erholsamer Park und touristischer Anziehungs-punkt, für mich ziemlich unspektakulär, da ich durch die schöne Landschaft von Dresden und Umgebung wahrscheinlich höhere Ansprüche besitze. Für mich verlief der Lauf richtig gut. Faires Verhalten und sportliches Mitein-ander ist hier auf jeden Fall ausgesprochen gut. Zur Hälfte kam ich in ein Tief und es wollte nicht mehr so flüssig voran gehen. In diesem Moment überholte mich ein Läufer mittleren Alters, der mir zurief "Come on, good job!". Mit dieser verbalen Aufmunterung lies ich mich von Ihm ziehen. Das letzte Stück der Strecke war eine Runde, auf der sich die Läufer entgegenkamen. So konnte ich sehen wer vor mir ins Ziel kommt. Wow, der erste Sportler kam mir bei Kilometer acht entgegen. Ich hatte noch 2km vor mir. Danach fing ich an zu zählen: eine Frau (auch super schnell unterwegs), zweite Frau und dritte Frau. Ich war die vierte Frau im ganzen Feld, die die Ziellinie überquerte.

In der Gesamtplazierung fand ich mich dann auf Rang 42 wieder. Mit einer für mich spitzen Zeit von 48 min für 10 km kam ich vollkommen zufrieden, stolz und glücklich im Ziel an. Meine Gastmutter wartete im Ziel und jubelte mir zu. Darüber freute ich mich sehr. Nun noch kurz zur Zielverpflegung. Anders als in Deutschland wo Obst und Müsliriegel angeboten werden, gibt es in Kanada tatsächlich Eis, Schokolade und Hamburger als Zielverpflegung. Erstaunt ging ich daran vorbei und nahm mir eine Flasche Wasser. Statt Fast Food hab ich mich für ein gutes Abend-brot bei meiner Gastfamilie entschieden.

Als Fazit schließe ich diesen Bericht damit ab anderen Sportlern den Tip mitzugeben, wenn Sie die Möglichkeit haben auch mal im Ausland einen Wettkampf mitzumachen sollte diese Chance auf jeden Fall genutzt werden. Es ergeben sich viele neue Erfahrungen macht Spaß und ist ein Riesenerlebnis.

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